Zurück

Neubau Einfamilienhaus | Oberschweinbach

Sanierung Doppelhaushälfte | Veit-Lung-Strasse 11 in Planegg

Typ: Neubau Einfamilienhaus
Bauherr: Privat 
Fertigstellung: 2015
Leistungsumfang: LP 1 - 4 
Bruttogrundfläche: 140 qm

Bilder

Anstelle eines ehemaligen Stadels wurde der Baukörper des neuen Wohnhauses (7 x 10 m) gesetzt. Das ähnliche Volumen fügt sich somit selbstverständlich in die bisherige Ortstruktur ein.


Der Baukörper nimmt die Attribute der ländlich geprägten Umgebung auf, formuliert diese jedoch in einer anderen Architektursprache als die Nachbarschaft ohne sich auffällig hervorzuheben.

Ansatz war es ein sehr kompaktes und einfaches Haus zu entwerfen, das dem engen Kostenrahmen Rechnung trägt, räumliche Qualität schafft und mit einfachen Details auskommt. Es entstand ein klarer, einfacher Baukörper, der auf jeglichen Schmuck verzichtet.

Die Fassadengliederung lebt vom Kontrast aus Öffnungen und geschlossenen Flächen und ergibt sich aus den inneren Bezügen zum Freiraum.

Die Raumanordnung sieht den Wohn-, Ess- und Kochbereich im EG, die Schlafräume im DG, sowie Abstell- und Technikflächen im UG vor. Der Wohn-Essbereich nimmt die vorhandene Topografie des Geländes auf, bildet diese in unterschiedlichen Raumhöhen ab und schafft dadurch eine abwechslungsreiche Zonierung des Erdgeschosses.

Das Gebäude ist als einfacher verputzter Massivbau mit geneigtem, ziegelgedecktem Dach und lackierten Holzfenstern errichtet.

Das Materialkonzept des Innenausbaus wurde begrenzt auf einen wohnlichen Holzboden, alle anderen Oberflächen treten in den Hintergrund.

Das Gebäude hat einen Endenergiebedarf von 24kWh/(m²a) und einen Primärenergiebedarf von 62,5kwh/(m²a), was einer Unterschreitung der Anforderungen der ENEV 2009 von ca. 26% bedeutet.

Die Einordnung als KFW-Effizienzhaus 70, wurde knapp verfehlt, da dafür mehr Anlagentechnik (Lüftung) notwendig gewesen wäre, darauf hat der Bauherr verzichtet.

Aufgrund der abgelegenen Lage und der somit fehlenden Anbindung an ein Gas- oder Fernwärmenetz, stellte sich die Frage nach einem geeigneten Heizprinzip. Die Entscheidung fiel auf eine Luft-Wasser-Wärmepumpe, in Kombination mit einer Fußbodenheizung. Die Anlage wurde mit einem 300 Liter Pufferspeicher für die Brauchwassererwärmung vorgesehen, für extrem kalte Jahreszeiten steht ein Holzofen als Ergänzung zur Verfügung.

Die Baugrundverhältnisse  erforderten eine Drainage, sowie einen Regenwasserspeicher mit Überlauf in den Kanal.