Erweiterung und Sanierung Einfamilenhaus - München Laim

Innenausbau und Zusammenlegung von zwei Wohnungen | München Solln

Typ: Erweiterung und Sanierung Einfamilienhaus
Fertigstellung: 2015
Leistungsumfang: LP 1-8
Bruttogrundfläche: 154 qm

Bilder

Das vorhandene Siedlungshaus aus dem Jahr 1935 ist in diesem Viertel ein noch sehr weit verbreiteter Typus. Der Gartenstadtcharakter aus relativ kleinen Gebäuden mit einem großzügigen Garten ist städtebaulich prägend und in dieser Siedlung noch gut erhalten.

Die Bauherren wollten das kleine Gebäude erweitern, um Raum für einen großzügigen Wohn- Essbereich, sowie einen Arbeitsraum zu schaffen. Der Entwurf sieht vor, sich in die vorhandene Siedlungsstruktur einzuordnen und diese zu stärken. Die Kubatur des Gebäudes wurde in gleicher Form um ca. 5 m verlängert. Es wurde kein moderner Kontrast zum Bestand gesucht. Ziel war vielmehr eine unauffällige, typgerechte Ergänzung des Bestandsgebäudes zu erwirken, das Vorhandenen und dessen Architektursprache zu stärken. Im Neubau sind Wohnen und Essen im EG, das Schlafzimmer im OG angesiedelt, der Neubau ist nicht unterkellert.

Im Mittelbereich des Bestandes wurden im EG Kochen und im DG Arbeiten vorgesehen. Der Arbeitsbereich im DG wurde mit dem EG über eine Galerie verbunden, um etwas mehr Großzügigkeit zu erhalten und mittels zusätzlichen Dachfenstern mehr Licht in das EG zu bringen.
Der Wohn- und Essbereich liegt gegenüber dem Bestand um ca. 50cm tiefer und erhält somit mehr Raumhöhe und schafft einen ebenerdigen Ausgang in den Garten.

Der Neubau ist als einfacher verputzter Massivbau aus Wärmedämmziegeln mit geneigtem, Ziegel gedecktem Dach und lackierten Holz-Alufenstern errichtet.
Am Bestandsgebäude wurde die Dachdeckung erneuert sowie die Dachdämmung ergänzt, die Außenwände erhielten keine Wärmedämmung.
Das Materialkonzept des Innenausbaus wurde begrenzt auf einen wohnlichen Holzboden, alle anderen Oberflächen treten in den Hintergrund.

Das Gesamtgebäude hat einen Endenergiebedarf von 58kWh/(m²a) und einen Primärenergiebedarf von 69,7kwh/(m²a) und liegt damit noch immer um ca. 15% unter dem Anforderungswert gemäß ENEV 2009.
Die energetische Qualität der Gebäudehülle des Neubaus von 0,28 W/m²K liegt bei ca. 42% des Anforderungswertes (Unterschreitung von ca. 58%).

Aus dem Gebäude wurde die alte Ölheizung einschließlich Tank entfernt und eine neue Gas-Brennwerttherme mit energieeffizienter Technik eingebaut. 
Der Bestand erhielt Einzelraumregler, neue Heizleitungen, sowie Heizkörper, der Neubauteil erhielt eine Fußbodenheizung.
Die Warmwasseranlage wurde mit einem 190L Pufferspeicher und energieeffizienter Pumpe vorgesehen, als Ergänzung steht im EG ein holzbefeuerter Grundofen zur Verfügung.